Auf den Spuren Kempowskis

Der Literaturkreis hatte sich zuletzt ausführlich mit dem Schriftsteller Walter Kempowski und seinem bekannten Roman "Tadellöser und Wolff" beschäftigt und war am 20. Oktober in Rostock auf seinen Spuren unterwegs.

Es waren 13 oder 14 (so genau weiß das keiner...) Interessierte, die sich morgens um 8 Uhr auf dem zugigen Bahnsteig in Bergedorf trafen, um nach Rostock zu fahren, wo uns Frau Dr. Carolin Krüger, Leiterin des Kempowski Archivs, für den Stadtrundgang empfing.

Der erste Weg führte zum Elternhaus und von dort zu den Orten, die im Leben des Reedersohnes und in seinem Roman eine Rolle spielten und deren eigentliche Namen durch die Verballhornung der väterlichen Sprache geradezu komisch anmuten - in einer ganz und gar nicht komischen Zeit. So nannte der Vater das Kriegerdenkmal der 3 Kriege des 19. Jahrhunderts flapsig „Pingel und Topp“ nach den Namen zweier Gefallener; aus dem Name des Geschäftes "Löser und Wolff", wurde in der Familiensprache "Tadellöser und Wolff", wenn der Vater etwas als „tadellos in Ordnung“ bezeichnete. Kempowski machte diesen Ausdruck zum Titel seines Romans.

Der Standrundgang ist hier in einer Fotostrecke zu sehen.

Mittags wurde dann im Café Kloster innerhalb der Anlage des ehemaligen Zisterzienser-Klosters lecker gespeist und ausgeruht, bevor es schließlich in das nebenan gelegene winzige Hexenhäuschen ging, welches Kempowski sich für sein Archiv ausgewählt hatte. Hier war wenig Platz, aber viel Zeit für's Ansehen, Fragen stellen und angeregt diskutieren.

Herzlichen Dank an Frau Dr. Krüger, die sich die Zeit für uns genommen hatte und überaus kompetent und ansprechend informierte!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© WIR-Kunst und Kultur in der Elbmarsch e.V.